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Requiem

D 2005. R: Hans-Christian Schmid. B: Bernd Lange. K: Bogumil Godfrejow. S: Hansjörg Weißbrich, Bernd Schlegel. P: 23.5. D: Sandra Hüller, Burghart Klaußner, Imogen Kogge, Friederike Adolph u.a. 92 Min. X Verleih Starttermin: 2.3.2006

Anfang der 70er Jahre. Inspiriert von einem realen Vorfall erzählt Hansjörg Weißbrich, wie Michaela Klingler 21jährig ihr streng katholisches Elternhaus verläßt, um in Tübingen ein Studium zu beginnen. Während ihr Vater ihr heimlich immer wieder den Rücken stärkt, reagiert die besorgte Mutter mit einer angespannten Mischung aus Verboten und Vorsichtsmaßnahmen auf die zaghaften Abnabelungsversuche Michaelas. Die knüpft in Tübingen freundschaftliche Bande zu Hanna, einem Mädchen aus ihrem Dorf, das die übertrieben gläubige Michaela früher eher als „Freak“ gesehen hat. Diese Freundschaft und erste romantische Gehversuche mit dem Kommilitonen Stefan sind völlig neue, befreiende Erfahrungen für Michaela. Doch dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Trotz ärztlicher Behandlung hat sie immer öfter mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen, hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Auch Hanna kann sie nach einem Anfall im Zimmer ihres Studentenwohnheims die schwierige Vergangenheit, die sie hinter sich lassen wollte, nicht länger verheimlichen. Verzweifelt sucht Michaela dort Hilfe, wo sie es gewohnt ist: in der Kirche ihres Heimatortes und bei ihrem Vertrauten, dem Dorfpfarrer Landauer.

Schließlich begibt sich Michaela in die Obhut eines von Landauer vermittelten jungen Priesters. Beeinflußt von ihm, und nachdem sich in den Weihnachtsferien im elterlichen Haus Michaelas Zustand deutlich verschlimmert hat, stimmt sie einem Exorzismus zu.